Bei den 7. Internationalen Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften der DLRG im Rettungsschwimmen in Düsseldorf haben sich die Nachwuchstalente aus dem Bezirk Tauber stark präsentiert. Im Mittelpunkt aus Sicht des Bezirks standen dabei Annalena Grabow und Johann Stuka von der Ortsgruppe Weikersheim, die für den Bezirk Tauber an den Start gingen. Die Meisterschaften wurden im Rheinbad Düsseldorf ausgetragen und gehören zu den wichtigsten nationalen Wettkämpfen im Rettungsschwimmen der Saison.
Vor allem Annalena Grabow überzeugte in der Altersklasse U17 mit einem sehr starken Auftritt. Sie erreichte gleich mehrere Finals und gewann zwei Medaillen: Mit neuer persönlicher Bestzeit in 1:06,11 Minuten in der Disziplin Lifesaver über 100 m sicherte sie sich die Silbermedaille und somit den deutschen Vizemeistertitel. Die Bronzemedaille holte sie sich im Hindernisschwimmen über 200 m in 2:25,90 Minuten. Bereits in den Vorläufen hatte Annalena in beiden Disziplinen Platz zwei erreicht und damit ihre Klasse unter Beweis gestellt. In der Disziplin 50 m Retten ging sie im Vorlauf als Dritte mit nur 0,25 Sekunden hinter Platz zwei ins Finale.
Auch im Finale von 50 m Retten zeigte Annalena Grabow eine starke Leistung und belegte einen hervorragenden vierten Platz. Im Super Lifesaver hatte sie im Vorlauf leider Pech und wurde durch einen technischen Fehler ausgebremst, sodass dort kein weiteres Topresultat hinzukam. Mit zwei Podestplätzen bei einer Deutschen Meisterschaft setzte Annalena ein klares Ausrufezeichen für die Ortsgruppe Weikersheim und den Bezirk Tauber.
Umkämpfte Wettbewerbe
Johann Stuka sammelte in derselben Altersklasse in einem sehr stark besetzten Feld wichtige Finalerfahrungen auf nationaler Ebene. Besonders eng war es in der Disziplin 50 m Retten, in der Johann sich im Vorlauf mit 0:34,92 Minuten als Sechster für das Finale qualifizierte; zwischen Platz zwei und Platz acht lag dort nur eine Sekunde. Im Endlauf belegte Johann einen sehr guten Rang acht. Einen weiteren Startplatz im Finale erkämpfte sich Johann beim Super Lifesaver und sicherte sich in diesem hart umkämpften Teilnehmerfeld einen tollen siebten Platz. Im 200 Meter Hindernisschwimmen verpasste Johann mit einem sehr guten neunten Platz im Vorlauf nur ganz knapp das Finale.
Johann und Annalena haben laut Pressemitteilung der DLRG mit ihren starken Leistungen gezeigt, dass auch eine kleine Ortsgruppe aus dem Bezirk Tauber mit begrenzten Trainingsmöglichkeiten auf nationaler Ebene sehr gut mithalten kann. Die Ortsgruppe Weikersheim ist der Stadt Gelchsheim und der Stadt Uffenheim dankbar für die großzügigen Trainingsmöglichkeiten während der Hallenbadsanierung in Weikersheim, weil damit neben den Trainern ein maßgeblicher Beitrag zum Erfolg des Rettungssports in Weikersheim geleistet wurde.
Wurzeln in der Ortsgruppe Wachbach
Ergänzt wurde das starke Bild aus dem Bezirk Tauber durch zwei weitere Athleten mit Wurzeln in der Ortsgruppe Wachbach. Lene Lotte Menzke startete in der U17 und Lars Menzke in der U19 für die Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen. Beide stammen aus dem Bezirk Tauber und starten in dieser Saison jedoch für die Ortsgruppe Bietigheim-Bissingen und werden deshalb sportlich für den Bezirk Ludwigsburg gewertet. Lene Lotte Menzke gewann in Düsseldorf zwei Meistertitel im Super Lifesaver und im Hindernisschwimmen sowie zusätzlich Silber in der kombinierten Rettungsübung. Aufgrund ihrer starken Leistungen wurde sie ebenso wie Annalena Grabow in die U17-Junioren-Nationalmannschaft berufen. Beide werden die DLRG bei den Junioren-Europameisterschaften im Rettungsschwimmen vom 26. bis 30. Juli in Rom vertreten.
Damit konnten sich neben den beiden Weikersheimer Startern auch weitere Talente aus dem Bezirksumfeld auf höchstem nationalem Niveau präsentieren. Für den Bezirk Tauber bleibt der Auftritt von Annalena Grabow und Johann Stuka besonders erfreulich, weil beide die Ortsgruppe Weikersheim direkt bei den Deutschen Meisterschaften vertreten haben. Gerade die zwei Medaillen von Annalena Grabow zeigen, dass der Rettungssportnachwuchs aus der Region auch auf Bundesebene konkurrenzfähig ist. Die Nominierung Grabows für die Junioren-Nationalmannschaft unterstreicht diese Entwicklung.